Würg*

Gestern war ich im Kino.
Mein Verhältnis zum Kino ist bekanntlich nicht das Beste und ich war gestern wirklich mal motiviert.
Dann also los.
Ted sollte es werden und wurde es dann auch.

Oh je. Jetzt kann ich euch keine Rezension dazu schreiben.
Warum nicht?
Weil wir das erste Mal in unserem Leben das Kino frühzeitig verlassen haben.

Ted ist ein kleines Bärchen, welches bei einem Jungen „aufwächst“ und sprechen kann.
Die ersten 10 Minuten denkt man: Bin ich in einem Kinderfilm gelandet? Nicht weiter schlimm aber warum ist der denn ab 16 Jahren freigegeben?
Das wird einem nach der Geschichte des „Aufwachsens“ ganz schnell klar.
Das Bärchen ist überhaupt nicht süß, sondern vollkommen vulgär.
Manchmal kann man schmunzeln aber eigentlich ist Dauerfremdschämen angesagt.
Witzig ist wirklich anders und der Trailer ist wirklich noch ok im Vergleich zu dem, was der Film in den ersten 1 1/2 Stunden zu bieten hat. (mehr Zeit hatten wir nicht mehr um uns diesen Schwachsinn anzuschauen und wir wurden aus unserer Schockstarre wach und verließen FLUCHTARTIG das Kino)
Es geht viel um den Film Flash Gordon aus den 80er Jahren (habe ich nicht gesehen, kannte nur die Titelmelodie, die regelmäßig eingespielt wurde). Der altgewordenene Hauptdarsteller dieses Films ist auf einer vom Bären organisierten Party und da muss der Freund von Ted (der nur Streit mit seiner Freundin WEGEN Ted hat und eigentlich seine Freundin auf eine andere Party begleitet hat) heimlich vorbeischauen.
Drogen sind von Anfang an hip und werden brav eingenommen. 
Von der Einstiegsdroge zum Koks. Alles dabei. 
Nach der Erkenntnis, dass er seine Freundin zu lange auf der anderen Party ahnungslos alleine gelassen hat, will der Freund des Bären wieder zurück zu ihr und das war dann auch unser Stichwort.

Für uns war hier Schluß. Wir sind in dieser Szene auch aufgewacht und wollten uns nicht weiter fremdschämen und auch nicht weiter Zeit verschwenden und haben das Kino verlassen.

Armes Deutschland! Im Kino wurde viel gelacht (hauptsächlich Männer fanden das ziemlich witzig) und die Generation „Mitten im Leben“ scheint gerade sehr im Kommen zu sein. 
Davon gab es zumindest gestern ein ganzes Kino voll.

Beruhigend: Weit vor uns haben es noch andere Menschen geschafft die Kinohallen zu verlassen!


Sterne kann ich natürlich aufgrund des unvollendeten Films nicht vergeben aber ich denke dieser Film hat nicht einmal einen Stern verdient.

6 Comments

  1. ja, ich bin auch froh, dass ich meinen mann (!) davon abhalten konnte, mich ins kino zu schleifen und dafür auch noch geld auszugeben. ich hab mir das elend (den film)dann doch mit ihm (dem mann) gegeben – ich sag hier nicht öffentlich wo….. und was soll ich sagen? dein post-titel triffts!

    liebe grüße

  2. ja, ich bin auch froh, dass ich meinen mann (!) davon abhalten konnte, mich ins kino zu schleifen und dafür auch noch geld auszugeben. ich hab mir das elend (den film)dann doch mit ihm (dem mann) gegeben – ich sag hier nicht öffentlich wo….. und was soll ich sagen? dein post-titel triffts!

    liebe grüße

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