something about life #3

In letzter Zeit gehen mir ganz viele verrückte Dinge durch den Kopf.
Nichts weltbewegendes oder Neues. Dennoch beschäftigen mich momentan viele Fragen.

Z.B. habe ich mir die Frage gestellt, was nach dem Tod passiert.
Nein, ich höre die Leute am PC schon aufstöhnen. Das haben wir doch alle schon mal getan… das ist nun wirklich nichts neues, Fräulein Eurydike.

Aber bei vielen Menschen ist es doch so, dass sie genau dieses Thema umgehen, totschweigen (huch) oder einfach nicht wahrhaben wollen.
In der Tat, das Umgehen von Unausweichlichem ist bis zu einem gewissen Grad ja auch möglich. Aber dennoch bleibt genau dieses Thema für jeden von uns Unausweichlich über kurz oder lang.

Nein, also traurig oder ängstlich stimmt mich dieses Thema nicht. Ich finde es bewegend aber natürlich hoffe ich, dass der Zeitpunkt noch sehr lange hin ist. 

Meine beste Freundin ist vor 10 Jahren gestorben. Sie war schwerkrank und wusste, dass dies eines Tages passieren würde. 
Ich habe sie daher einmal gefragt, ob sie Angst vor dem Tod hätte. Damals habe ich mich noch nicht wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt. Daher war ich erstaunt, dass sie damals sagte: Nein, ich habe keine Angst vor dem Tod. 
Ich war wirklich perplex und konnte dies gar nicht verstehen. Jetzt weiß ich, dass sie sich dem Unausweichlichen gestellt hatte. Sie war schon viel weiter gedanklich als ich. Ich hatte keinerlei Gründe mich mit dem Thema schon intensiv zu befassen.

Hat das Fräulein Eurydike das jetzt? wirst du zurecht fragen. 
Ich habe lange als (Kinder-)Krankenschwester gearbeitet und viel Freude und Leid gesehen. Da ist es auch fast nicht zu umgehen, dieses Thema. Sicherlich machbar, aber warum?

Die Freundin sagte aber einen entscheidenen Satz, der mich heute noch bewegt. Sie sagte“ Ich habe zwar keine Angst davor, aber ich habe Angst vor dem WIE!“

Das Wie wird sie mir leider nicht mehr beantworten können. Schaffen werden wir es alle. Das Wie wird für jeden unterschiedlich sein. Aber was dann?
Auch diese Frage finde ich sehr interessant.

Das Thema ist lang und findet auch kein Ende, da man keine Zeugen befragen kann. 

Ich widme mich noch ein wenig meinen Gedanken. Vielleicht lasst ihr mich auch ein wenig an euren Gedanken zu diesem Thema teilhaben?
Einen schönen Wochenstart

eure Eury

One Comment

  1. Hallo Eurydike,

    das ist eine sehr interessante Frage, die alle Menschen zu einem bestimmten oder willkürlichen Zeitpunkt im Leben, meistens mehrfach, heimsucht. Ich als spiritueller Mensch bin von der Theorie des Karma überzeugt, ein ewiger Kreislauf von Leben und Sterben, Wiedergeburt bis man tatsächlich sein Karma aufgelöst hat. Wir alle haben karmische Aufgaben, die uns in Form von schicksalshaften Begegnungen und Deja-Vu's begegnen…oder eben in Form dessen, was wir „Probleme“ nennen. Ich schätze die Art des Sterbens hängt in JEDEM Fall direkt zusammen mit der Art, wie man gelebt hat. Das berichten die meisten Ärzte auch. War man ein bewusster, dankbarer Mensch, der aufrichtig und authentisch lebte und so Zufriedenheit entwickeln konnte, stirbt man in der Regel auch so.
    Ich habe mich nur gefragt…wenn man von der Lehre des Karma ausgeht…was passiert denn, wenn man den immer wiederkehrenden Zyklus von Tod und Wiedergeburt mit der „Erleuchtung“ durchbrochen hat und die Seele frei ist…wohin geht sie dann? Was ist Nirvana?
    Letztlich denke ich, dass man sich entscheiden kann, wie man sterben möchte. Entweder man übernimmt Verantwortung für sein gesamtes Leben und sagt „ja“ zum Leben oder man verbringt sein Leben scheu in der Ecke, getrieben von Bedürfnissen oder Ängsten und muss dann irgendwann gepeinigt von seinen eventuellen Lebenslügen sterben. Reinen Gewissens zu leben ist schätze ich der beste Weg das „wie“ in eine positive Richtung zu lenken.

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