Japan oder die Gegenwart schreibt eine bittere Geschichte

In den letzten Tagen läuft hier ununterbrochen N24 und CNN.
Die Bilder sind schockierend.
Was passiert ist, da spricht die ganze Welt von.
Rückblick:
Am Freitag, den 11.03.2011 bebt Japan. Dieses Beben geschah um 6:46 Uhr MEZ. Japan hat bereits 14:46 Uhr.
Japan ist rund 9000km von Deutschland entfernt. Die Katastrophe, die dadurch losgetreten wird, nimmt Ausmaße an, die von Tag zu Tag gefährlicher werden.
Japan bebt rund 3 Minuten mit einer Stärke von 8,9.
Das stärkste Erdbeben seit 1923 erschüttert Japan und auch der Rest der Welt ist schockiert über die Bilder, die an diesem Freitag über den Bildschirm flimmern.
Mit einem solchen Beben wurde schon seit Jahren gerechnet und leichtere Beben waren den Japaner durchaus bekannt. Von Kindheitsbeinen an wird hier für den Ernstfall geprobt.
Wie konnte es zu einem solchen Erdbeben kommen?
In Japan treffen mehrere Kontinentalplatten aufeinander. Dieses von der Natur gegebene Phänomen führt daher zu häufigen Erdbeben.
Nach dem Erdbeben wurde ein Tsunami losgelöst. Stellenweise ist dieser bis zu fünf Kilometer ins Landesinnere gedrungen und zerstörte ganze Städte. Die Verwüstungen flimmern unablässig über die Kanäle und der Schock meinerseits sitzt tief, als ich die Bilder dieser Naturkatastrophe sehe.
Die Welle ist durchschnittlich vier Meter hoch und an den höchsten Stellen sogar bis zu zehn Meter hoch.
Unvorstellbar.
Die Menschen werden auf einen Schlag obdachlos, flüchten sich auf Häuser und können nur hoffen, nicht mit der Welle weggespült zu werden.
Die Sachen, die die Menschen am Leib tragen, können sie nun ihr Eigen nennen, alles andere ist zerstört.
Unfassbarkeit, Trauer und pure Fassungslosigkeit machen sich in mir breit.
Wie würde ich mich fühlen, wenn mir dieses Unglück von jetzt auf gleich zustoßen würde?
Die Medien berichten über Sicherheitsvorkehrungen auf Hawaii und an der Küste Kaliforniens. Dort werden die Ausläufer des Tsunamis in Kürze erwartet.
Die Zahl der Toten ist von Freitag bis heute rasant gestiegen. Zur Zeit sind schon mehr als 1000 Tote geborgen worden und es werden weiterhin 10 000 Menschen vermisst.
Die Ungewissheit für Betroffene  ist sehr schlimm. Google hat eine Plattform eröffnet, auf der Menschen als vermisst oder gefunden angegeben werden können.
Viele Menschen versuchen sich in Japans Süden zu flüchten und die Lebensmittelvorräte in den betroffenen Gebieten sind komplett aufgekauft.
Sendai, eine der hier unbekannten, jedoch dichtbesiedelten Städte, ist komplett zerstört worden. Ein Atomkraftwerk in Onagawa brennt. Das Feuer konnte zum Glück schnell gebannt werden. Die Atomkraftwerke stellen sich in der Regel bei einem Erdbeben ab. Dies ist jedoch diesmal nicht überall der Fall.
An der Ostküste sind zwei Atomkraftwerke, (erst nur eins, aber im Laufe des hier endenden Tages dann leider sogar zwei) die neben dem normalen Stromausfall, das Problem der fehlenden Notstromaggregate haben. Diese sind nicht angesprungen und nun werden die AKW´s mit einer Notbatterie betrieben. Hier ist klar, dass diese nicht allzu lange halten und die Angst der Kernschmelze rückt in den Vordergrund.
Fukushima rückt somit in den Vordergrund. Der atomare Notzustand wird ausgerufen.
Samstags morgens sieht man die Bilder einer Explosion des AKW 1 in  Fukushima.
Ich kann sicherlich hier nur laienhaft wiedergeben, was sich in Japan zugetragen hat und ich treffe vielleicht nicht genau den Hergang, aber ich versuche besten Gewissens, die Geschehnisse FÜR MICH, festzuhalten.

Die Kühlung der Brennstäbe ist nicht mehr gewährleistet durch den Stromausfall und dadurch kann es zu einer Kernschmelze kommen.
Es wird immer wieder gesagt, dass man nicht sicher sei, ob dies schon geschehen ist und auch heute … am Sonntag ist alles noch sehr schwammig.
Es werden immer weitere Reaktorabschnitte als betroffen erwähnt und eigentlich bin ich mir persönlich nicht mehr sicher, von wievielen Gebäuden eine Bedrohung ausgeht.
Fest steht jedoch, dass es sich um zwei AKW´s in einem Abstand von ca. 12 km handelt.
Der Evakuierungsradius beider AKW´s ist aktuell auf 20 km ausgedehnt worden.
Bei einem Austritt von atomarer Materie, wird es zum Super-Gau, vergleichbar mit Tschernobyl 1986 kommen.
Die Bevölkerungsdichte in Japan ist jedoch viel höher und somit ist das Ausmaß ein viel viel größeres.
UNFASSBAR!!!!!
Atomarer Dampf wurde schon mehrmals abgelassen, da der Druck in den Reaktoren sonst zu hoch geworden wäre.
In den Reaktoren ist die Strahlung um ein 1000faches erhöht. Samstag morgens wurde die Strahlung ausserhalb des Gebäudes um ein 8faches erhöht gemessen.
Wie es aktuell aussieht, weiß ich nicht.
Es sollen jedoch schon über 150 Menschen verstrahlt worden sein.
Wie es genau um die Kernschmelze steht, wissen wir nicht, es wird ab und an vom Beginn gesprochen, jedoch auch genauso schnell wieder von der japanischen Behörde dementiert.
Ich bin weiterhin sehr schockiert und interessiert, wie es dort weiter geht. Ich hoffe und bete weiterhin, dass es in den Griff zu bekommen ist und nicht zu einem (Super-)Gau kommen wird.

Fortsetzung folgt…

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