Bauchzwerg im Anmarsch

 

Da erfährt man, dass man schwanger ist und tausend verschiedene Gedanken gehen einem durch den Kopf. Ich habe schon einmal über meinen Schwangerschaftstest berichtet. Hier kannst du darüber lesen und schmunzeln. 🙂 

Wenn ich so zurückblicke, war das eine ganz schön turbulente Zeit.

Besonders das erste Trimester war aufregend.
Verschiedene Gerüche verursachten Übelkeit, dauernd war ich erschöpft und müde und äußerlich sah man noch gar nichts.

Sagt man den Freunden und Verwandten schon etwas oder wartet man die magische 12-Wochen-Grenze ab?
Wann ist der richtige Zeitpunkt es dem Arbeitgeber zu sagen?

Bei mir ging alles ganz flott. Natürlich hatte ich Sorgen, dass etwas nicht so läuft, wie es laufen soll, aber ehrlich gesagt, ist das Bauchgefühl wirklich ein guter Verlass. Da saß ja schließlich auch jemand in meinem Bauch. 🙂
Meine engsten Freunde wurden sofort eingeweiht. Meine Familie auch. Mit der Arbeit habe ich mir dann noch ein „paar Tage“ Zeit gelassen. Bis zu den Ferien konnte ich warten doch danach war es dann nicht mehr möglich, weil ich morgens zu arg mit der Übelkeit zu kämpfen hatte.
Eine wirklich unnütze Begleiterscheinung, wenn ihr mich fragt.

Das erste Trimester war  rückblickend auch das Schwerste. Ich konnte es kaum glauben und bis auf die unschönen Begleiterscheinungen hätte es sich auch um eine fiese Magen-Darm-Grippe handeln können. Ungeduldig wartete ich auf die ersten Tritte, den wachsenden Bauch, die Ultraschalluntersuchung mit Bestimmung des Geschlechtes. Aber das sollte alles noch dauern.

In der 9. SSW gab es den ersten Ultraschall, bei dem wir das Herzchen schlagen sehen konnten. Das Gefühl? Unbeschreiblich! Da blieb kein Auge trocken. Das war schon etwas ganz Besonders. Da saß ein kleines, schnell wachsendes Menschlein in meinem Bauch und machte es sich gemütlich.

Die Wochen zu den einzelnen Frauenarzt-Terminen zogen sich wie Kaugummi. Ich konnte es kaum erwarten zu hören, dass alles gut war und der Bauchzwerg sich toll entwickelte.

Und es kamen trotzdem immer wieder Phasen, in denen ich Angst hatte, dass vielleicht doch nicht alles gut ist. Mit einem liebevollen Partner und guten Freunden an der Seite, ging aber auch das vorüber. Viele Fragen schossen mir durch den Kopf, die ich mir vorher nie gestellt hatte. Das Leben würde sich bald komplett ändern. War ich dem Ganzen gewachsen? Würde ich eine gute Mutter sein?
Sicherlich hat sich das jede werdende Mutter gefragt, aber es ging sich ja jetzt um mich und mein sich änderndes Leben.

Ich kann euch sagen, die Sorgen sind auch nicht vorbei, wenn man dann Mama ist. Ich stelle mir weiterhin viele Fragen, überlege was ich besser machen kann aber ich denke durch meine bedingungslose Liebe meinem kleinen Löwenmädchen gegenüber und ihren Reaktionen ist auch hier das Bauchgefühl ein guter Anhaltspunkt.

In diese Sinne, habt es fein

Eure Eurydike

Gewichtszunahme in der Schwangerschaft

Da eine Freundin gerade unter ihrer Gewichtszunahme in der Schwangerschaft leidet, dachte ich mir, ich verfasse mal einen BlogPost dazu.

Bei mir war es nämlich auch eine „schwere“ Geschichte.
Ich habe in der Schwangerschaft 27(!!!) Kilo zugenommen. Ich fühlte mich überhaupt nicht mehr wohl in meiner Haut und ich dachte, dass das nie wieder anders sein wird.
Wenn man sich gerade in einer unangenehmen Situation befindet, denkt man ja häufig, dass es niemals mehr anders sein wird. So ist es zumindest bei mir.

Aber ist es wirklich schlimm, so viel zuzunehmen? Ehrlich gesagt, war es für mich sehr grenzwertig, aber meine Frauenärztin blieb entspannt, also blieb ich es auch. Und ich glaube, darin liegt die Kunst.
Natürlich war es nicht schön, innerhalb so kurzer Zeit so viel an Gewicht zuzunehmen, aber es geht ja vorbei.

Geflucht und gemeckert habe ich ausreichend. Fragt besser nicht in meinem Freundeskreis nach. Dann war auch noch Sommer und es war heiß… unbeschreiblich ätzend.

Vor der Schwangerschaft war ich ziemlich stolz auf meine Gewichtsabnahme und das regelmäßige überwinden meines inneren Schweinehundes. Ich war bis zu 5-mal in der Woche im Fitnessstudio. Dann wurde ich schwanger und alles sollte sich ändern. Ich nahm von Anfang an zu und nicht wie viele erst einmal ab.

Mit meiner Hebamme, die mich von der 9. SSW an begleitete, sprach ich natürlich auch über das Thema Gewicht in der Schwangerschaft und sie meinte, dass gerade Frauen, die vor der Schwangerschaft so gut abgenommen haben, in der Schwangerschaft gut zunehmen, da der Körper Reserven schaffen möchte, aus Angst, dass er wieder viel durch Sport einbüßen muss.

Ich denke, dass durch die Gesellschaft das Thema Gewichtszunahme sowieso viel zu sehr gehypt ist und dadurch viele Frauen verunsichert sind, auch wenn es um eine Schwangerschaft geht. Jede Frau ist anders und daher macht es wenig Sinn, sich deswegen verrückt zu machen.

Nach der Schwangerschaft kann man sich noch genug Gedanken zum Thema Abnehmen machen. Vorher wird genossen, sich gesund ernährt und nicht an eine Diät gedacht. Durch das Stillen und (wie bei mir) Wassereinlagerungen, nimmt man schon schnell genug wieder ab. Bei mir waren 20 Kilo innerhalb kürzester Zeit wieder weg. Da hätte es sich nicht gelohnt, sich verrückt zu machen.

Liebe Grüße

Eure Eurydike

Rituale in der Schwangerschaft

Hattet ihr das auch? Eure Rituale in der Schwangerschaft?

Also, ich bin ja ziemlich früh ins Beschäftigungsverbot gegangen und da drohte mir schnell die Decke auf den Kopf zu fallen.

Die ganzen Reality-Soaps auf den privaten Fernsehsendern konnte ich schwerlich ertragen, daher blieb der Fernseher gerne mal aus oder es wurde gezielt ein bestimmter Film oder eine gute Serie geschaut. Schön, dass es Video-on-demand gibt.

Morgens weckten mich meine beiden Fellknäuel-Alarm-Wecker schon sehr früh, sodass ich noch im Dunkeln wach war. Die Zwei bekamen dann ihr Frühstück und auch mein Magen beschwerte sich. Also musste auch Frühstück für die werdende Mama vorbereitet werden.

…und da begann dann auch das Ritual. Mein Tablett wurde herausgeholt, Tee wurde gekocht, Kaffee durfte auch nicht fehlen (die eine Tasse am Morgen konnte ich mir nicht verkneifen und diese war auch nicht schlimm für den Bauchzwerg) und ein Glas Saft wurden vorbereitet. Dann wurde ein Schälchen Müsli gemixt und schwupps ging es zurück ins Bett. Dort wurden dann Nachrichten geschaut, etwas gelesen und als bald nickerte ich auch schon wieder ein.

Dieses Ritual festigte sich über die Monate und auch wenn es mir immer schwerer fiel aus dem Bett aufzustehen, wurde daran festgehalten. Leider verschob sich das Frühstück auf 3 Uhr in der Nacht. Mein Löwenmädchen war zu dieser Zeit sehr aktiv.

Irgendeine Mutti verklickerte mir dann, wenn das Löwenmädchen dann wach ist, kann ich mich darauf einstellen, dass es nach der Geburt auch um diese Zeit wach ist. Na prima… und was soll ich euch sagen? Genau so sollte es auch kommen.

Gerade blicke ich auf diese neun Monate zurück und dieses Ritual scheint in weite Ferne gerutscht zu sein. Ein anderer Alltag ist nun eingetreten, andere Rituale haben sich eingeschlichen, das Leben ist neu, verspielt, anders, verzaubert.
Nächste Woche wird das Löwenmädchen schon ein halbes Jahr alt. Die liebe Zeit….

Bis bald… eure Eurydike

Nähmania

Ja, mein Löwenmädchen hat mein Leben auf den Kopf gestellt. Das habe ich ja auch schon im letzten Post geschrieben. Und ja, die Zeit vergeht auch so schnell.

Doch jetzt kommt langsam Routine rein und ich beginne wieder etwas durchzuatmen. Genau diese Zeit wird nun genutzt und ich habe meine leicht verstaubte Nähmaschine herausgekramt.

Als erstes schnelles Werk habe ich ein kleines Stofftier für das Löwenmädchen gezaubert. Zwar schnell schnell genäht, aber ich habe wieder Lust, mehr Zeit an der Maschine zu verbringen.

Langsam möchte ich mich an Kleidung für die Maus heranwagen. Habt ihr für eure Schätze genäht? Ich freu mich von euren Erfahrungen zu lesen.

 

Aber schaut mal… das hier ist Kroko… 😉

Schönen Abend

Eure Eurydike

Kinder, wie die Zeit vergeht…

Gestern wurde das Löwenmädchen schon fünf Monate alt.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. 5(!!!) Monate.

Die Zeit verging bisher wie im Fluge. Die kleine Motte hat schon viel gelernt … und die Mutti auch 😉
Jeden Tag freue ich mich neben meiner Tochter wach zu werden und mit einem Lächeln begrüßt zu werden.
Die ersten Wochen und auch Monate waren anstrengend. Die Nächte waren schlaflos und das Löwenmädchen (gefühlt) dauerhaft hungrig.
Viele Windeln wurden vollgeknattert, viele Fläschchen geleert. Es wurde gelacht, gegluckst, gespielt.

Langsam kommt Ruhe rein. Die Nächte werden ausgeglichener und nicht zuletzt liegt das (wahrscheinlich) an den ersten Breichen, die die Motte nun verputzt. Gegessen wird alles. Mit viel Appetit.

Ändern soll sich das wohl wieder, wenn die ersten Zähnchen sich den Weg ans Licht bahnen. Wir bleiben gespannt und geniessen gerade einfach die Ruhe vor dem Sturm.

Das Baby ist da und hat Hunger

Unser Baby ist da und die Welt steht Kopf.

Die Nächte sind kurz und die Freude ist trotzdem groß. Doch das nächtliche Aufstehen ist schon eine Herausforderung. Da tarpert man schlaftrunken durch die Wohnung in die Küche und schmeißt den Wasserkocher an.

Wasserkocher? Ja, Wasserkocher. Um das Fläschchen zu erwärmen.

Leider hat das mit dem Stillen bei mir nicht geklappt. Im Kreißsaal habe ich meinen kleinen Schatz angelegt und auch die ersten Tage habe ich es immer wieder versucht, aber leider kamen nur ein paar Tropfen Milch, sodass das Fläschchen nun den großen Hunger stillen muss.

Im Krankenhaus wurde mein Baby noch versorgt und dann ging es nach Hause. Dort stellte sich natürlich direkt die Frage „WELCHE NAHRUNG NEHMEN WIR?“

Viel haben wir gelesen und dann haben wir uns entschieden. Aptamil Pre Nahrung sollte es werden. Zuerst haben wir die Reisegröße mit 90ml genutzt. Sicherlich nicht allzu günstig, aber die Menge war genau richtig und unterwegs sehr praktisch. Das hat sich in jedem Fall gelohnt.
Danach gab es dann noch 200ml Fläschchen und auch die waren bzw. sind für unterwegs sehr vorteilhaft. Wir nutzen sie ab und zu noch.

Hier in der Shop Apotheke kann man die Nahrung bestellen und bekommt sie flott geliefert.

 

 

Die Qual der Wahl

Ein Muckelchen im Bauch. Und jetzt?

Im zweiten Trimester erfährt man ja, vorausgesetzt man möchte es, das Geschlecht des Bauchzwerges.

Und dann beginnt der schwere Teil. Welchen Namen geben wir dem Zwerg?
Schaut man sich in der Welt der Deutschen mal um, gibt es verschiedene Namenskategorien.

 

Einmal gibt es die, die ihren Kindern die angesagten Trendnamen geben. Guckt man sich die Trendliste von 2015 an, hat man sicherlich schnell einen Namen gefunden, der gut klingt. Aber möchte man das?

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Trendliste 2015

Vor Namen wie Kevin und Chantal wird man schon regelrecht gewarnt. Aber was ist, wenn man diese Namen wirklich schön findet? Und wenn man sie dann auswählt, gibt man dem Kind damit direkt ein Stigma?

Wir haben uns aber nicht an Trendlisten gehalten und Kevin oder Chantal kam für uns auch nicht in die engere Auswahl und doch fiel es uns nicht besonders leicht, den passenden Namen zu finden.

Aber woran lag das?

Vor allen Dingen war es schwer, einen Namen zu finden, der uns Beiden gefiel. Erst sah es so aus, als müssten wir Kompromisse schließen. Da waren wir so gar nicht auf einem Nenner und wenn  mir ein Name besonders gut gefiel, gefiel ihm der Name gar nicht oder nur so ein bisschen. Umgekehrt war es leider genauso.

Schwer ist es, wenn man eine Assoziation zum Namen hat. Die Person gibt es quasi schon und dann möchte man sein Kind nicht so nennen, so schön der Name auch sein mag.

Aber wie kamen wir dann auf einen Nenner? Tja, irgendwie hatten wir etliche Namen in die engere Auswahl (mitentsprechenden Kompromissen) genommen. Irgendwann fragte mein Partner mich dann, ob ich mir DIESEN Namen vorstellen könnte und schwupps… das war der passende Name.

Kompromisse sind wohl nicht die Lösung. Man muss nur lange genug suchen. Jetzt muss das Muckelchen schön weiter wachsen, damit wir den Namen bald übergeben können.